Die Inter-Ex ist eine Veranstaltungsreihe mit 22-jähriger Tradition. Diese Veranstaltung steht
unter dem Motto "Und es fliegt doch". Dort treffen sich die Querdenker in unserem Hobby. Es ist nicht so wichtig,
Höchstleistungen zu erbringen, allerdings werden immer wieder auch solche dort präsentiert. Die Inter-Ex findet
zukünftig im Wechsel jeweils in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland statt. Ich selbst bin
Teilnehmer seit 2004, bin also noch ein Inter-Ex- Küken. Eine hervorragende Dokumentation der
Geschichte der Inter-Ex inklusive bergeweiser Fotos und Videos findet ihr auf der offiziellen Seite der Inter-Ex:
Willkommen bei der Inter-Ex Nachfolgend einige Bilder der Inter-Exen seit 2004:
Der Bumerang war mein Beitrag zur Inter-Ex 2004. Im Prinzip eine Scheibe mit angehängten Rudern
nach dem bekannten Prinzip der Wums und Wendelins. Das Ganze war möglichst transparent aufgebaut, damit der sich im
Inneren drehende Bumerang besser zur Geltung kommt. Der Antrieb bestand aus einem Doppelconrad,
wie er auf der Seite über selbstgebaute Elektromotoren beschrieben ist. Der Bumerang selbst
wurde von einem winzigen Motörchen angetrieben,das in seinem ersten Leben in einem
CDRom- Laufwerk für das Öffnen der Schublade zuständig war.Zu Bumerang wurde ich
durch das gleichnamige Gedicht von Joachim Ringelnatz inspiriert:
Pegasus sollte mein Modell zur Inter-Ex 05 werden. Pegasus besteht grötenteils aus Badenudeln und einem
Rogalloflügel aus Kohlefaserrohr und Drachennylon. Die Leitwerke bestehen aus 6mm dickem Depron.
Leider wurde ich nicht damit fertig, da sich ein enormer Leistungsbedarf herausstellte und ich nicht mehr die Zeit
hatte, einen schärferen Motor zu wickeln. Daher startete ich 2005 mit einem Tragschrauber(siehe Slopter, weiter unten).
Pegasus soll aber auf der Inter-Ex 2006 den Himmel über Neederweert/ Niederlande erobern.
Nach der Inter-Ex 2007 war ich sehr von den Schubvektorexperimenten von Peter Löhnert begeistert.
Ausserdem haben mich die wunderschönen Mobil'Air Modelle von Gerard Jumelin besonders beeindruckt. Was lag also näher, wie
diese beiden Inspirationen zu verbinden. Entstanden ist mein Modell "Phantasie", daß zuerst nur mit der Druck-Vektor-Steuerung nicht
so richtig fliegen wollte. Nach einigen Änderungen und Konsultationen mit den Beiden ergab sich eine andere Schwerpunktlage
und andere Hebelverhältnisse. Jetzt fliegt Phantasie klasse, allerdings nur bei absoluter Windstille. Als Antrieb ist ein
Kisskatz Aussenläufer von Dieter Gerblinger an Bord. Dieser treibt an einer Kokam 2S 300 mAH Batterie eine Graupner Dreiblatt
4 x 2, Flugzeit rund 10 Minuten.
Der grosse Rumpelstoss ist mein Modell für die Inter-Ex 2008 und durch Vergrösserung des kleinen Rumpelstoss entstanden,
Plan siehe hier: Slowfly.
Er hat 226 cm Spannweite bei 2780 Gramm Abfluggewicht und besteht hauptsächlich aus Depron, Kiefernleisten und einigen selbstgemachten
Tiefziehteilen. Der Antrieb besteht aus einem 3S Saehan 3200er Lipo und einem Dualsky Aussenläufer 4240-10T. Die nur ein wenig
geflunkerte Hintergrundgeschichte möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Wer erinnert sich noch an Hauptmann Rumpelstoss, den heldenhaften deutschen Piloten aus dem Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“?
Leider kommt dieses Fliegerass im Film zu Unrecht nicht gut weg, denn vom Durchfall geplagt, kann er nicht an dem von Lord Rawnsley veranstalteten
großen Luftrennen über den Kanal teilnehmen. Für Hauptmann Rumpelstoss springt stattdessen sein Vorgesetzter, der preußische Oberst Manfred von Holstein
(Gert Fröbe) ein. Bekannt geworden ist dessen im Zusammenhang entstandenes Zitat: „Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!“
Irgendwie schien mir ungerecht, dass Hauptmann Rumpelstoss im Film nicht entsprechend gewürdigt wurde, denn eine weitere Recherche in den nun zugänglichen
kaiserlichen Geheimarchiven ergab, dass eben jener Hauptmann Rumpelstoss nur zwei Jahre später, also 1915, ein von ihm zur Flugreife entwickeltes und für
die Zeit visionäres Flugzeug erfolgreich vorgestellt und geflogen hat. Dieses Flugzeug habe ich nachgebaut und siehe da, trotz erheblicher Bedenken
meinerseits fliegts auch als Modell.
Mehr hierzu könnt ihr unter folgendem Link nachlesen: Rumpelstoss bei RC-Network
Tragschrauber üben schon seit geraumer Zeit eine gewisse Faszination auf mich aus. Nachdem ich mich ein wenig in den Foren eingelesen hatte, beschloss ich, alle guten Ratschläge in den Wind zu schlagen und es zunächst mit einem Eigenbau zu versuchen. Der war zwar flugfähig, das Verhältnis von Bau- zu Flugzeit war aber, nunja, "verbesserungswürdig". Aus heutiger Sicht war er zu schwer, der Motorsturz war deutlich zu gering, der Schwerpunkt zu weit hinten und der Verzicht auf ein angelenktes Seitenruder war nicht wirklich clever.
Nach einem senkrechten Einschlag auf der einzigen und schmalen Asphaltstraße weit und breit war ich dann für einen eher bewährten Ansatz bereit. Slopter entstand aus einem Bausatz der Firma Flemotec. Es handelt sich um eine Tragschrauber aus überwiegend Depron. Die Rotorblätter wollten mir aus diesem Werkstoff nicht gelingen und wurden durch solche aus Balsa ersetzt. Nachdem ich, wieder mal, deutlich mehr Motorsturz und Nasenblei hinzugefügt habe, fliegt Slopter jetzt richtig gut.
Mein dritter Tragschrauber G3PO spielt in einer anderen Liga. Es handelt sich um eine Konstruktion von Mickey Nowell, den ich über das sehr rührige Tragschrauberforum bei rcgroups kennengelernt habe. Dieser Tragschrauber hat viel von einem Helikopter. Ihn zu fliegen ist aufgrund der relativen Instabilität nicht so ganz ohne. Ich habe es bisher nur dadurch geschafft, daß ich ein Höhenruder und zusätzliche Rumpfseitenfläche angebaut habe.
Video: G3PO,8MBMein vierter Tragschrauber heißt Whopper und ist nach einem von mir abgewandelten downloadbaren FMT-Plan Whopper von Sebastian Hampf entstanden. Der Artikel dazu erschien in der FMT 6/2006. Dieser Tragschrauber hat 2 Rotoren und ist extrem einfach zu fliegen. Beim Erstflug am 24.06.2006 hat ihn ein Hund gejagt. Ich hatte meine kleine Kamera vor dem Erstflug aufs Autodach gestellt und laufen lassen. Daher hier ein kleines Video davon (8MB, leider schlechte Qualität) Im September 2006 gewann Whopper auf der Inter-Ex 2006 den Wim-Hoek Pokal für mechanische Scharfsinnigkeit.
Whopper, Erstflug mit HundEinen Tragschrauber kann man auch durch Austausch der Tragflächen gegen einen Rotor herstellen. So habe ich es hier mit einem GWS-Slowstick gemacht.Der Umbau vom konventionellen Flugzeug zum Tragschrauber oder umgekehrt dauert nur eine Minute. Dieser Tragschrauber ist etwas größer und mit 800 Gramm auch deutlich schwerer wie die vorherigen. Er fliegt am besten bei einer mittleren Brise.