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E-FluFlu-III ist entstanden durch Elektrifizierung meines Horten-Nurflügels
FluFlu-III. FluFlu-III ist Baujahr 1997 und entstand anhand einer Skizze, die mir Stefan Dolch zur Verfügung stellte.
Der Entwurf ähnelt sehr stark dem Modell Horty von Manfred Lichte. Interessierte sollten sich das Büchlein "Nurflügelmodelle"
, VTH Modellbaureihe Nr. 3 von Martin Lichte besorgen. FluFlu III sollte eigentlich schon 1997 elektrisch gebaut werden.
Der geplante Keller 40-10 und die 16 Zellen NiCad 2400 schienen mir dann aber doch zu schwer und ich schwenkte während des
Baus auf einen reinen Segler um. In Vorbereitung auf das Nurflügeltreffen
2009 in Wehrheim entnahm ich rund 600 Gramm Gewicht in Form eines dicken Empfängerakkus und Trimmblei aus FluFlus Nase.
Dieses Gewicht wurde durch einen Aussenläufer der Marke Scorpion 3026/1190 V2 und einen Lipo 3S 3200 Saehan an einer APC
11x7 ersetzt. Voila, ein E-Segler ohne jedes Mehrgewicht. Wenn der mit einer Spannweite von 350 cm recht große knallrote
Nurflügel am Himmel kreist, ist ihm erfahrungsgemäß einige Aufmerksamkeit sicher. Das Abfluggewicht beträgt abflugfertig lediglich 2300
Gramm. Twisteuse ist ein Entwurf von Jean Marie Piednoir. Es handelt sich
um einen verwindungsgesteuerten leichten Horten- Nurflügel. Twisteuse hat keinerlei Ruderklappen.
Die Steuerung um die Längsachse und um die Querachse erfolgt durch entweder gegensinniges oder gleichsinniges
Verwinden der Endrippe gegen die Wurzelrippe. Um dies zu erreichen, ist der Mittelteil des Modells steif
gehalten und fungiert als Lager für die insgesamt drehbare Nasenleiste aus einem konischen Carbonrohr.
Alle Flügelrippen sind lediglich lose mittels kleiner Stifte in die Nasenleiste gesteckt. Nur
die Endrippe ist fest mit der Nasenleiste verklebt und überträgt die Drehung der Nasenleiste
auf den Flügel. Zusammengehalten wird das alles durch die Bespannung, die im vorderen Drittel nicht gespannt
werden darf, da ansonsten die Lenkkräfte für die beiden Servos zu hoch wären. Alles klar? Falls nicht, helfen
die Fotos vielleicht. Twisteuse zeichnet sich durch ein weiches, harmonisches Flugverhalten aus. Auffällig ist der relativ
geringe Energiebedarf. Twisteuse hat 130 Zentimeter Spannweite und wiegt circa 150 Gramm. Als Antrieb dient
ein Mabuchi der 50er Klasse mit Getriebeuntersetzung und einer CFK- Latte der Größe 10x4,7 Zoll. Update: Im Januar
2008 habe ich Twisteuse mit einem kleinen bürstenlosen Motor aktualisiert. Das Video zeigt die aktualisierte Version. Volage ist ein Vogelmodell nach einem Plan meines französischen
Freundes Gerard Jumelin, das mich sofort gefangen nahm. Im Prinzip handelt es sich auch hier wieder um einen
Horten- Nurflügel. Der recht hohe Rumpf führt jedoch zu einem unschönen Kurvenverhalten. Dies wurde gelöst, indem ein
weiteres Servo sowohl den Kopf als auch gleichzeitig den Druckantrieb jeweils zur Kurveninnenseite hin bewegt.
Zusätzlich zum Querruder gibt es hier also eine Kopfsteuerung und eine Schubvektorsteuerung am Rumpfende.
Beim Bau habe ich hier erstmals spannungsfreie geschwungene Carbonteile hergestellt,indem ich epoxydharzgetränkte
Rovings in einen Silikonspritschlauch eingezogen habe. Diese gefüllten Schläuche wurden dann über Schablonen gezogen
und härteten so aus. Der so entstandene Rahmen wurde dann mit Depron beplankt. Der Flügelrahmen ist ähnlich entstanden.
Hier habe ich Carbonschläuche über die Silikonschläuche gezogen und auf einer Helling ausgehärtet.
Die Flügelrippen sind aus Balsa. Der Antrieb besteht aus einem CDR- Umbau und einer
selbstgemachten CFK- Klappluftschraube. Variante ist ebenfalls ein Entwurf von Gerard Jumelin.
Es handelt sich um eine Reihe von Horten-Nurflügeln unterschiedlicher Größe.Meine Variante90 habe ich nicht selbst
gebaut. Auf der Rückfahrt von unserem Sommerurlaub 2005 in Kärnten haben wir noch Station bei Dieter gemacht und
er hat mich mit einer fertigen Variante überrascht. Variante in dieser Version hat 90 Zentimeter Spannweite und fliegt
einfach nur gut. Das Abfluggewicht beträgt in meinem Falle mit 2-zelligem 360er Lipo 136 Gramm.
Trotz des geringen Gewichtes ist Variante ein recht dynamisches Modell. Ein Bauplan der 50 Zentimeter- Version kann
hier herunter geladen werden.
Hier nun exklusiv der Plan für eine Variante mit 75 Zentimeter
Spannweite, die komplett aus einer einzigen Platte Depron mit 6mm Stärke gebaut werden kann. Der kleine Horten-Nurflügel
fliegt klasse. Der Aufbau ist als erstes Selbstbauobjekt eher nicht geeignet. Wer aber schon etwas Erfahrung im Bau von
Modellen nach Plan gesammelt hat, wird problemlos klarkommen. Viel Spaß! :-) Der grosse Rumpelstoss ist mein Modell für die Inter-Ex 2008 und durch Vergrösserung des kleinen Rumpelstoss entstanden,
Plan siehe hier: Slowfly.
Er hat 226 cm Spannweite bei 2780 Gramm Abfluggewicht und besteht hauptsächlich aus Depron, Kiefernleisten und einigen selbstgemachten
Tiefziehteilen. Der Antrieb besteht aus einem 3S Saehan 3200er Lipo und einem Dualsky Aussenläufer 4240-10T. Die nur ein wenig
geflunkerte Hintergrundgeschichte möchte ich Euch nicht vorenthalten: Parabola 2009 ist eine filigrane Konstruktion
von Bernd Melchisedech. Ich habe den Frässatz im Juni 2010 erworben und das Modell in rund 30 Stunden aufgebaut. Parabola
fasziniert mich aus drei Gründen. Sie sieht klasse aus, steigt in Thermik wie verrückt und hat zusätzlich einen
erstaunlich guten Gleitwinkel. Meine Parabola wiegt rund 540 Gramm bei 180 cm Spannweite. Alles Wissenswerte über das
Modell erfährt man in diesem Thread:
Parabola 2009
Wer erinnert sich noch an Hauptmann Rumpelstoss, den heldenhaften deutschen Piloten aus dem Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“?
Leider kommt dieses Fliegerass im Film zu Unrecht nicht gut weg, denn vom Durchfall geplagt, kann er nicht an dem von Lord Rawnsley veranstalteten
großen Luftrennen über den Kanal teilnehmen. Für Hauptmann Rumpelstoss springt stattdessen sein Vorgesetzter, der preußische Oberst Manfred von Holstein
(Gert Fröbe) ein. Bekannt geworden ist dessen im Zusammenhang entstandenes Zitat: „Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!“
Irgendwie schien mir ungerecht, dass Hauptmann Rumpelstoss im Film nicht entsprechend gewürdigt wurde, denn eine weitere Recherche in den nun zugänglichen
kaiserlichen Geheimarchiven ergab, dass eben jener Hauptmann Rumpelstoss nur zwei Jahre später, also 1915, ein von ihm zur Flugreife entwickeltes und für
die Zeit visionäres Flugzeug erfolgreich vorgestellt und geflogen hat. Dieses Flugzeug habe ich nachgebaut und siehe da, trotz erheblicher Bedenken
meinerseits fliegts auch als Modell.
Mehr hierzu könnt ihr unter folgendem Link nachlesen: Rumpelstoss bei RC-Network
Video: Rumpelstoss über Weilmünster
Hier das gleiche Video, auf alt getrimmt, bei Youtube.
Zur Wisentjagd ritt hoch zu Ross
Dereinst ein Hauptmann Rumpelstoss
Mit rötlichblondem Haar.
Er reitet in des Kaisers Tross,
An seiner Seite gar.
Er sieht, wie Seiner Majestät
Galopp die Pelerine bläht
Und schließt daraus ganz akkurat:
Kraft gleich Galopp hoch zum Quadrat
( Dies ward von Lilienthal, dem Fiesen,
im Voraus leider schon bewiesen.)
Rumpelstossen schnell entschlossen
Steigt herab von seinem Zossen
Hochgestimmt und voll Vertrauen
Einen Aeroplan zu bauen
Welcher Seiner Majestät
Prächtig zu Gebrauche steht
Majestät ist sehr berührt,
Wie Rumpelstoss den Knüppel führt,
Wie er mit Donnern und mit Brausen
Den Aeroplan umher lässt sausen,
Und wie mit Bomben und Granaten
Die Technik ruft zu neuen Taten.
( Seither fliegt, wenn die Trommel ruft
Das Feld der Ehre in die Luft )
Aber traurig kam es leider,
Vaterland in großer Not
Rumpelstoss, er hatte Neider.
Sopwith, Farman, Bleriot
Schossen Rumpelstossen tot-
Doch Rumpelstossens Geist fliegt weiter !
geschrieben von Werner Wilhelm Michel anlässlich des Nurflügeltreffens 2009 in Wehrheim. DANKE!
Und hier nun der Link zu dem Flug, der Werner zu dieser Ode motivierte: Video: Rumpelstoss über Wehrheim
Aber Vorsicht: Das Video ist 143 MB groß, nur etwas für DSL-Nutzer.
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